KLAUENfitnet 1.0

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Erste Schritte für die Klauengesundheit

In KLAUENfitnet 1.0 wurden die Grundlagen für die Entwicklung eines überbetrieblichen Support-Tools zur Überwachung und Verbesserung der Klauengesundheit auf milchviehhaltenden Betrieben erarbeitet.

Daten verschiedenen Ursprungs (z. B. aus der Milchkontrolle, Klauenschnittbefunde, Aktivitätsmuster) bildeten die Basis einer automatisierten Vernetzung. Diese konnte mittels Weiterentwicklung und Standardisierung der Datenkommunikation sowie Verdichtung des Gesamtdatensatzes vielversprechende Modellansätze zur automatisierten Erkennung lahmer Kühe liefern. Mit der Entwicklung des Deutschen Klauendiagnoseschlüssels 1.0 wurden Maßstäbe zur einheitlichen und fachlich korrekten Klauenbefunderhebung gesetzt. Ein interaktives und auf dem deutschen Markt neuartiges E-Learning-Programm zum vorbeugenden  Klauengesundheitsmanagements wurde, im Sinne des Wissenstransfers und des Ausbaus des Dienstleistungsangebots der Landeskontrollverbände, entwickelt und implementiert.

 

 

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Für die Verifizierung der Modelle wurden auf sieben Pilotbetrieben in Bayern und Sachsen mit über 3.500 Kühen umfangreiche Referenzdaten zur Klauengesundheit erhoben (u. a. Locomotion Scoring, Body Condition Scoring). Vorlagen und Inhalte eines digitalen Auswertungsmoduls der Klauendaten als Managementhilfe konnten darauf aufbauend erarbeitet werden.

 

Für die Entwicklung eines umfassenden, praxisreifen und breit einsetzbaren Betriebshelfers für die Klauengesundheit muss die Optimierung und Validierung der entwickelten Modellierungsansätze auf einer größeren Anzahl von Betrieben sowie die Prüfung der Übertragbarkeit auf andere Aktivitätsmesssysteme weitergeführt werden. Dies wird im Rahmen des dreijährigen Folgeprojektes KLAUENfitnet 2.0 ab Frühjahr 2019 erfolgen.

Die Entwicklung und Verknüpfung des digitalen Betriebshelfers mit weiteren Auswertungen zur Tiergesundheit in Herdenmanagementprogrammen und Gesundheitsmonitoring-Projekten zur gesamtheitlichen Betrachtung der Tiergesundheit steht weiterhin im Mittelpunkt. Dadurch ergibt sich ein zukunftsweisender Ausbau des Dienstleistungs- bzw. Produktportfolios und Beratungsangebot der beteiligten Projektpartner.

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